Ortsumgehung B33 - Hornberg: Tunnel Hornberg

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Die betroffenen Anwohner

Die Taleinschnitte im Bereich des Ziegelgrundes und im Offenbachtal erforderten ein besonders sorgfältiges Vorgehen der Mineure:

Zunächst unterquert der Tunnel Grundstücke im Bereich des Ziegelgrundes. Hiervon betroffen sind die Grundstücke der Familien Carosi und Grübnau. 

Wie aus der Skizze ersichtlich, liegen zwischen den Häuserfundamenten und der Tunnelröhre rund 28 Meter "Triberger Granit". 

Das Gebirge zeigte im Verlauf der Vortriebsarbeiten keinerlei Setzungen - was sich einerseits positiv auf die die Bebauung der Oberfläche auswirkt, andererseits bzgl. der Übertragung von Erschütterungen und Schall ungünstig ist.

Dadurch waren die Sprengungen für die betroffenen Anwohner deutlich zu spüren und laut zu hören. Schon rund 150 Meter vor und auch lange nach der Unterfahrung ihrer Häuser ertrugen die Bewohner diese Belastung für die OU Hornberg.

Um die größte Sicherheit zu erreichen hatte die Bauüberwachung in Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer (ATH) im Wohnhaus Carosi in den verschiedenen Stockwerken Messgeräte installiert, welche die Erschütterungen und die Lautstärke der Sprengungen registrierten. Die erfassten  Messwerte wurden während der Bauphase ständig von Sprengsachverständigen ausgewertet. Bei Abweichungen (= erhöhte Belastung) konnte bei der nächsten Sprengung sofort reagiert werden - der Vortrieb wurde ggf. verringert und optimiert.

Ende August zeigte sich, dass die große Sorgfalt der Mineure zu keinerlei Beanstandungen geführt hatten. Der erste problematische Taleinschnitt war durchquert.

Im weiteren Verlauf erreichte man dann im Offenbachtal die geringste Überdeckung:

Nur rund 19 Meter Felsgestein liegen hier zwischen der Tunnelröhre und den Häuserfundamenten in der Burgstraße.

Hierbei verläuft die Tunneltrasse genau zwischen den Häusern Burgstraße zwei und drei hindurch: Am 15. November 2002 erreichte der Tunnelvortrieb schließlich diesen Bereich (links Familie Heinzelmann, rechts Familie Ceyone).

Mit den folgenden Abschlägen arbeitet sich der Tunnel an die Stelle mit der geringsten Überdeckung - die Bachsohle des Frombachs; zwischen dieser und der Tunnelröhre liegen nur 15 Meter "Triberger Granit".

Um mögliche Gefahren zu minimieren, wurden in dieser Zeit die Abschläge klein gehalten - pro Sprengung nur 1,50 Meter. Zudem wurde gemäß der Ausbruchklasse wieder auf den getrennten Abbau in Kalotte und Strosse umgestellt. Die eingebaute Sicherung besteht in diesem Abschnitt aus Ankern, Bewehrung und einer 17 cm starken Spritzbetonschicht, die unverzüglich eingebaut wurde - 40 Meter zuvor waren es nur rund sieben Zentimeter Spritzbeton. Der Vortrieb verlangsamte sich hierdurch jedoch auf rund drei- bis viereinhalb Meter pro Tag.

Diese Sorgfalt zahlte sich aus: Die Messgeräte, die in den direkt unterquerten Häusern aufgestellt waren, zeigten wie erhofft nur zulässige Erschütterungswerte, die mit den entsprechenden DIN-Normen für den Schutz von Gebäuden durch "Sprengerschütterungen" zu vertreten waren.
Um die betroffenen Anwohner zu informieren und eventuelle Unklarheiten zu bereinigen hatte die Bauüberwachung unter Leitung von Uwe Geiger zu einer Infoveranstaltung geladen, an der über 40 Personen teilnahmen - Zeichen des guten Kontaktes, den die Verantwortlichen für den Tunnelbau mit den Einwohnern von Hornberg pflegten. 
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