Die Vortriebsarbeiten der Fluchtstollen

Fluchtstollen zur alten B33 Fluchtstollen Ziegelgrund Fluchtstollen Ziegeldobel Fluchtstollen Storenwald 1 und 2 Arbeiten am Nordportal Arbeiten am Südportal Übersichtsplan Tunnel

Hier geht es zur Herstellung der Ausgangsbauwerke.

 

 

 

 

 

 

 

zur (alten) B33:

Am 18. Juli begann die Arbeit für den ersten Fluchstollen (in der "Vor-Ort-Sprache" liebevoll Mausloch genannt).

Zunächst wurde rechtwinklig von der Tunnelröhre der sogenannte Querstollen mit einem Durchmesser von rund sechs Meter vorgetrieben. 

Dann folgt das eigentliche Mausloch, der Fluchstollen, der im Notfall die Verbindung zur alten B33 herstellt.

Hier der Blick, wie er sich am 20. September 02 darstellte:

Man ist bereits kurzvor der Stelle angelangt ("Mauslochmeter" 120), an der eine Richtungsänderung (fast 90 Grad in Blickrichtung nach rechts) ansteht. 

Zu sehen ist noch das Material der letzten Abschläge.

Immer wieder ein beeindruckender Blick:

Aus dem Querstollen heraus geht es schnurgerade 120 Meter durch den Berg. Ganz am Ende ist ein spezielles, kleines Baugerät zu erahnen. Dort geht es nahezu (24.09.02) im 90-Grad-Winkel in Richtung B33.

Deutlich zu erkennen am oberen Bildrand die Bewetterung (Stoffschlauch an der Tunneldecke).

Am 10. Oktober erfolgte dann der Durchschlag in Richtung B33. 

Zunächst wurden Bohrungen von Innen nach außen durchgeführt. Zeitgleich wurde der Durchbruchsbereich von außen mit einer Spritzbetonschicht sowie einigen Ankern  abgesichert.

Mit einer letzten Sprengung wurde dann der Durchbruch hergestellt. 

 

 

Geplante Durchschlagstelle, wie sie sich Mitte Juli 2002 noch präsentierte:

 

 

Aufräumarbeiten nach der letzten Sprengung

... der erste Durchschlag ist geschafft !!

Mit Hilfe einer Lafette des Bohrwagens werden die Löcher für die Anker im Portalkranz gebohrt, die zur Sicherung beim Durchschlag dienen.

Mit schwerem Gerät wurde dann von außen der entstandene Durchbruch schrittweise vergrößert. Deutlich sichtbar die Spritzbetonsicherung sowie die Anker.

 

 

Ein abenteuerlicher Blick während der nächtlichen Sicherungsarbeiten auf den Fluchststollenausgang: 

Und so präsentiert sich der Fluchtstollen dann nach seiner Absicherung im Sommer 2003 für den Betrachter - im Inneren laufen bereits die weiteren Arbeiten - das Ausräumen - auf Hochtouren.

 

19. Juli 2003

 

 

Herstellung des Ausgangsbauwerks zur B33

 

 

 

 

Ziegelgrund:

Nachdem am 10. Oktober der Durchschlag des ersten Fluchstollens erfolgte, wurde der Vortrieb am zweiten Fluchtstollen aufgenommen. 

Hier sieht man einen einlafettigen Bohrwagen im Einsatz (Aufnahme vom 15. Oktober).

Parallel zum Vortrieb wurde am berechneten Endpunkt im Ziegelgrund, beim Friedhof, der Voreinschnitt hergestellt sowie die Böschung gesichert.

Aufnahme vom 18. Oktober

Immer wieder ein spannender Moment:

Nachdem alle Vorarbeiten soweit abgeschlossen waren, wurde am 8. November mit dem "Mauslochbohrgerät" (im Bildvordergrund ist die Lafette zu sehen) die erste Verbindung nach außen  (das so genannte "Spionloch" in den  Ziegelgrund, beim Friedhof) gebohrt.

Der gelb umrandete Bereich zeigt das Bohrloch, durch welches das erste Tageslicht eindringt.  

Bei den im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit durchgeführten Tunnelführungen haben manche Besucher Glück:

Hier erlebten die "Alten Herren" des Fußballvereins Hornberg den Durchbruch zum Ziegelgrund. Diese Gruppe war (nach den Mineuren) die erste, die den Fluchtstollenausgang benutzen konnte.

Nachdem die letzte Sprengung von innen nach außen erfolgreich durch war, wird von außen mit dem Bagger das restliche Material abgespitzt.

Punktgenau, wie berechnet, wurde am 8. November der Durchbruch zum Ziegelgrund hergestellt.

Blick aus dem Querstollen in Richtung Mauslochausgang "Ziegelgrund"; an der Decke ist noch der Bewetterungsschlauch, links an der Wand die Verorgungsleitungen zu erkennen.

Hier ein Blick auf den fertig gestellten Voreinschnitt im Ziegelgrund (Aufnahmen vom 14.11.02):

Man erkennt hier deutlich den geringen Abstand zur Wohnbebauung (rechts Fam. Fricke; im Hintergrund Fam. Carosi - dieses Gebäude wird direkt vom Haupttunnel unterfahren).

 

Herstellung des Ausgangsbauwerks zur B33

 

 

 

 

Ziegeldobel:

Mit der ersten Sprengung des Tages wurde am 12. Oktober der dritte Querstollen  angeschlagen. 

Am 18. Oktober erreichte der Vorttrieb bereits eine Tiefe von 18 Metern, die Hälfte des Querstollens. An seinem Ende ist ein Raum für die Betriebstechnik vorgesehen, wodurch dieser Querstollen etwas tiefer als die bisherigen in den Berg getrieben werden musste.

 

Etwa in der Hälfte des Querstollens zweigt (siehe Bild unten) der  eigentliche Fluchtstollen, der nach seiner Fertigstellung im Notfall befahrbar, allerdings ohne Zufahrt zum eigentlichen Tunnel, und daher etwas größer in den Maßen ist, ab.

In der Bildmitte erkennt man noch Reste des geschutterten Materials, das im Bereich des zukünftigen Betriebsraumes zwischengelagert war. Links vor dem künftigen Betriebsraum zweigt der Fluchstollen fast rechtwinklig ab. Deutlich erkennt man auch den Bewetterungsschlauch und die Versorgungsleitungen.

Die Vortriebsarbeiten konzentrierten sich nun auf den Fluchtstollen in den Ziegeldobel: Hier hat man am 10. Dezember eine Tiefe von rund 140 Meter erreicht (Bild: Vortriebsarbeiten im Mausloch; 11.12.02).

 

An diesem Tag begannen auch die Arbeiten am Voreinschnitt im Bereich Ziegeldobel - die spätere Durchbruchsstelle wird vorbereitet.

Hierbei wird deutlich, dass der später befahrbare Fluchtstollen erheblich aufwändiger in der Herstellung des Voreinschnitts ausfällt als bei den bisherigen Voreinschnitten Ziegelgrund und B33.

Die Sicherungsarbeiten laufen auch in den späten Abendstunden. Die Scheinwerfer der Einarm-Bohrlafette spenden Licht (19.12.2002).

Im Fluchtstollen gehen parallel dazu die Arbeiten unvermindert voran:

Der Minibagger im Mausloch "Ziegeldobel"; man erkennt deutlich, dass dieser Querschnitt etwas größer ist, wie bei den bisherigen Mauslöchern.

Die Bohrlöcher werden für eine weitere Sprengung beladen.

 

Aufnahme vom 18.12.2002

Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest ist der Voreinschnitt im Ziegeldobel für den Moment des Durchschlags  Fertiggestellt; der Hang ist abgetragen, das anstehende Gestein mit Spritzbeton und Ankern gesichert.

Nachdem die Weihnachtspause vorüber war, gingen die Vortriebsarbeiten mit Hochdruck weiter. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Durchschlag des Fluchtstollens Ziegeldobel. 

Dieser erfolgte am 25. Januar 2003.

Für den eigentlichen Durchschlag hat man sich zunächst von innen bis auf ca. zwei Meter dem gesicherten Voreinschnitt genähert. Mit einer Lockerungssprengung wurde die letzte Wand vor dem Durchschlag gelockert.

Nun wird mit dem Bagger von außen der Fels weggebrochen. Deutlich erkennt man die Spritzbetonsicherung und die Anker, die das Portal des Fluchstollens sichern.

Hier ist die "frische" Durchschlagsstelle im Detail zu sehen: In der oberen rechten Bildecke sieht man noch die Spritzbetonsicherung des Mauslochs; an dieser Stelle wurden also der Sprengvortrieb beendet. Der Ausgang des Fluchstollens Ziegeldobel wurde dann von außen hergestellt und trifft genau an der berechneten Stelle wieder ans Tageslicht.

Aufnahme vom 25.1.2003

Immer wieder faszinierend: Wo früher massiver Fels war, ist nun ein Rettungsweg. 

Mit einem Minibagger wird der "Ausgang" vor der Sicherung beräumt..

 

Am 30. Januar sind dann alle Sicherungsarbeiten am Fluchtstollen in den Ziegeldobel beendet. Beim Ausgang entsteht eine willkommene Wendeplattform im doch recht engen Ziegeldobel. Zu einem späteren Zeitpunkte wird die Böschung noch mit Mauern gesichert. 

Herstellung des Ausgangsbauwerks zur B33

 

 

 

Storenwald 1:

Die Fluchstollen Storenwald 1 und Storenwald_2 weisen eine Besonderheit auf:

Sie haben einen gemeinsamen Ausgang im Bereich Storenwald, unmittelbar neben dem Gelände der Freilichtbühne.

 

Mit der zweiten Sprengung am Nikolaustag wurde der nächste Querstollen (zum späteren Fluchtstollen "Storenwald 1") angeschlagen:

Man erkennt die orange Markierung des künftigen Zuganges. Die Lafetten des quer in der zweiten Pannenbucht stehenden Bohrwagens, bohren die Löcher für den ersten Abschlag.

 

Nach der Sprengung muss der Abschlag des Querstollen beräumt werden. Hierzu wird der Tiefbagger LH932 eingesetzt. 

Bild vom 10.12.2002

 

Nur wenige Tage später: Der Lader räumt den Querstollen "Storenwald 1".

Bild vom 12.12.2002

 

Am 18. Dezember 2002 sind die Vortriebsarbeiten am Querstollen beendet. Die Vermessungsingenieure haben an der Ortsbrust bereits die Umrisse des künftigen Mauslochs aufgesprayt. Der Vortrieb beginnt jedoch erst nach der Weihnachtspause.

In dieser vorweihnachtlichen Zeit (20.12.2002) bot das Gelände des künftigen Fluchtstollenausgangs im Storenwald einen jungfräulichen Anblick:

Hier der Blick vom Schlossberg in Richtung zukünftigem Fluchtstollenausgang; dieser befindet sich in Verlängerung der Grenzlinie zwischen den beiden Häusern. In unmittelbarer Nachbarschaft: Die Freilichtbühne (rechts am Bildrand noch zu erkennen).      

Da die Arbeiten am Fluchtstollen  Ziegeldobel ab Anfang Januar mit Hochdruck vorangetrieben werden mussten, konnte der Fluchtstollen "Storenwald 1" im Januar nur wenige Meter  in den Fels getrieben werden:

Blick aus dem Querstollen "Storenwald 1" in Richtung des (schräg nach rechts) abgehenden Fluchstollens mit (späterem) Ausgang im Bereich der Freilichtbühne (s.o.).

 

27. Januar 2003

Nachdem am 25. Januar der Fluchstollen in den Ziegeldobel endlich durchgeschlagen war, konnten die Mineure sich verstärkt den Vortrieben der Storenwald-Fluchtstollen kümmern.

Hier der Mauslochlader beim Schuttern des Fluchtstollens (Tiefe: 16 Meter) Storenwald 1.

30. Januar

Man erkennt auf diesem Bild, in welch rasanter Fahrt das Schuttern vor sich geht:

Nachdem im Bild oben der Mauslochlader zu sehen war, sieht man hier den Radlader im Einsatz.

7. Februar

Am 7. Februar hat das Mausloch eine Tiefe von 68,5 Meter erreicht - nach dem Schuttern kommt nun wieder das Mauslochbohrgerät (im Bildhintergrund) zum Einsatz.

Mit zu den unangenehmsten Tätigkeiten gehört das Spritzen in den engen Mauslöchern - hier zwei Arbeiter bei Sicherungsarbeiten im Mausloch Storenwald 1 ca. bei TM 120.

Am 12. März erreichte man einen weiteren Meilenstein im Fluchtstollen Storenwald:

Mit Tunnelmeter 148 (siehe Bild links) erreichte man jenen Punkt, an dem später der Fluchtstollen Storenwald 2 auf diesen Fluchtstollen (mit gemeinsamen Ausgang bei der Freilichtbühne) trifft.

Am 15. März begannen die Arbeiten am Voreinschnitt Storenwald.

Hierzu musste der Fussweg oberhalb der Schlossbergstraße abgesichert werden, bevor der Hang abgetragen werden konnte.

Hier im Bild erkennt man am rechten Bildrand noch den Fussweg, der zur Freilichtbühne führt. Direkt darunter wird der Durchschlag erfolgen.Im Bildvordergrund ist die Schlosstraße zu sehen.

Aufnahmen vom 22. März

Hier endet der Fluchtstollen in den Storenwald - in unmittelbarer Nähe zur Freilichtbühne.

 

22. März

Bei dieser Übersichtsaufnahme ist die zweite Pannenbucht zu sehen, von wo aus der Querstollen Storenwald 1 abzweigt: 

Links am Bildrand erkennt man den Lüfter für die Bewetterung, in der Bildmitte das Mauslochbohrgerät.

Am 1. April trat auch dieser Fluchtstollen am geplanten Punkt wieder ans Tageslicht - der Durchschlag wurde am späten Vormittag mit Baggervortrieb (d.h. von außen her) hergestellt.

Zuvor wurden von Innen mit dem Mauslochbohrgerät "Spionlöcher gebohrt:

Hier der Voreinschnitt Storenwald noch einmal vor (22. März) und nach (1. April) dem Durchschlag.

Nun gilt es, den Durchschlag zu sichern und die Öffnung noch auf die geforderte Größe zu bringen. Parallel hierzu werden bereits wieder die Vortriebsarbeiten im Fluchstollen Storenwald 2 aufgenommen - zusätzlich wird sogar mit einem Gegenvortrieb von TM 220 (dem späteren Kreuzungspunkt der beiden Fluchtstollen) des Storenwald 1 aus begonnen.

 

Blick vom Kreuzungspunkt 

in Richtung Ausgang: 16.04.03

 

Blick vom Durchschlag 

in Richtung Kreuzungspunkt.

 

 

Blick aus dem Fluchtstollen Storenwald 1 in Richtung Querstollen. Man erkennt, wie steil dieser Fluchtstollen doch ist.

16. April 03

Zwischenzeitlich wurde im Storenwald 2 von zwei Seiten her dem Durchschlag entgegengearbeitet:

Zunächst das Mausloch Storenwald 2 - dann der Gegenvortrieb vom Kreuzungspunkt der beiden Storenwald-Mauslöcher (hier im Bild) zum gemeinsamen Ausgang im Storenwald.

Hier kommt gerade der Radlader aus dem Mausloch Storenwald 1, unmittelbar nach der vorletzten Sprengung...

...Durchbruch und Restarbeiten hier

 

Storenwald 2

 

 

Am 16. Januar wurde der fünfte und damit letzte Querstollen angeschlagen:

Dieser führt später zum Fluchtstollen "Storenwald 2".

Am 28. Januar wurde der Querstollen fertig gestellt. Kurz darauf begann der Mauslochvortrieb.

Nach einer Sprengung (5. Februar):

Aus dem Querstollen sieht man das Quellen Verbrennungsgase, die bei jeder Sprengung entstehen.

Am Tag des Durchbruchs der Hauptröhre (12. Februar 03): Der Fluchtstollen 2 in den Storenwald wurde extra für den festlichen Anlass ausgeleuchtet.

Blick über den Querstollen in das schräg nach links oben vorgetriebene Mausloch.

Leider konnten die Vortriebsarbeiten an den beiden Mauslöchern in den Storenwald in der Zeit nach dem Durchschlag nicht wie geplant intensiviert werden:

Der für die Sicherungsarbeiten erforderliche Kesselwagen hatte (bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit) einen Achsbruch; kaum verwunderlich, bei einem Eigengewicht von 20 Tonnen und einer Zuladung von 40 Tonnen Trockenbeton.

Da sich der Ausfall länger hinzog, wurde per Tieflader ein Ersatzfahrzeug - dieses Mal allerdings ein Anhänger, kein eigenständiges Fahrzeug - angeliefert.

Der Kesselwagen mit Achsbruch

Blick aus dem Querstollen Storenwald 1 in Richtung Tunnelröhre mit dem Ersatzgerät.

Hier der Blick in Richtung Ortsbrust bei Tunnelmeter 48.

Aufnahme vom 7. Februar

 

Zu dieser Zeit stagnierte der Vortrieb im Fluchtstollen etwas. Zunächst sollte der Durchschlag in den Storenwald hergestellt werden.

Am 31. März erreichte die Vortriebsleistung im  Fluchstollen  Storenwald 2 110 Meter. Zeitgleich wurde im Fluchtstollen Storenwald 1 der Durchschlag vorbereitet.

Erst nachdem dieser erfolgte, wurden die Vortriebsarbeiten am Storenwald 2 wieder intensiviert.

 

Aufnahme: 6. März

 

Nachdem der Durchschlag in den Storenwald am 1. April 2003 erfolgt war, wurde der Fluchtstollen von außen her "ausgegraben" und gesichert.

Sofort nach dem Durchschlag wurde vom Kreuzungspunkt im Storenwald 1 (TM 220)  für den Fluchtstollen Storenwald 2 ein Gegenvortrieb aufgenommen:

Immer im Wechsel mit dem Hauptvortrieb arbeiteten sich die Mineure  durch die letzten Meter.

16. April 

Das Mauslochbohrgerät an der bereits besetzten Ortsbrust - letzte Arbeiten vor der Sprengung.

 

Der Blick in das Mausloch - hier aus dem Querstollen Storenwald 2 in Richtung Ortsbrust

 

16.04.03

Meter für Meter arbeitete man sich nun, abwechselnd von beiden Seiten, her dem Durchschlag entgegen:

Jeden Tag wurde die Stärke der noch stehenden Wand geringer - erneut stieg die Spannung; täglich rückte der letzte Durchschlag im Rahmen der Vortriebsarbeiten im Tunnel Hornberg näher. 

Im Gegenvortrieb wurde die (vermeintlich) letzte Ortsbrust am 2. Mai gebohrt; durch widrige Bedingungen und die sich länger als geplant hinziehenden Sicherungsarbeiten konnte die Sprengung erst am 4. Mai durchgeführt werden.

Der "Tühringer Bär" belud (wie immer äußerst gewissenhaft) die letzte Ortsbrust.

Hier werden gerade die letzten Kranzlöcher mit Sprengstoff besetzt.

4. Mai 2003 - 17.00 Uhr

Spannung nach dem "letzten" Schuss (17.35 Uhr):

Der Radlader fährt durch den Fluchtstollen Storenwald 1. Obwohl er nur einige Meter entfernt ist, kann man ihn nur erahnen - noch quellen nitrose Gase aus dem Gegenvortriebsstollen (links) in Richtung Kreuzung.

Wenige Minuten später - die Entäuschung: Noch steht die Ortsbrust.

Nun musste noch einmal der Bohrwagen ran:

Im Mausloch Storenwald 2 wurden fünf Sprenglöcher gebohrt und besetzt. Dann wurde es ernst:

Um 18.40 Uhr am 4. Mai 2003 erfolgte die letzte Sprengung im Rahmen der Vortriebsarbeiten!

Der letzte Durchschlag ist geschafft!

Hier der Blick unmittelbar nach der ersten Bewetterung (aus dem Mausloch Storenwald 2 in Richtung Ausgang)

4. Mai 2003

Die folgende Nachtschicht brachte den Rest der Ortsbrust zu Fall. Der gesamte Tunnelquerschnitt wurde beräumt.

Der Blick geht über den gesamten Fluchtstollen Storenwald 2, von dessen Querstollen aus. Man erkennt die schlaffe Lutte, die nun nicht mehr benötigt wird.

6. Mai 2003

Blick vom oberen Ende des Fluchstollens, in der Ferne erkennt man die Beleuchtung im Querstollen.

Dreht man sich hier um, blickt man geradewegs zum ca. 30 Meter entfernten Ausgang in den Storenwald:

Dieser Durchschlag wurde am 6. Mai auf seine endgültige Größe gebracht und mit Baustahlmatten, Ankern und Spritzbeton gesichert.

Nachdem die Durchschlagstelle beräumt war, begannen die Sicherungsarbeiten. Deren Abschluss bildete die Herstellung der Luftbogenschale.

22. Mai 2003

Nun galt es noch, den für die Herstellung des Voreinschnittes "unterbrochenen" Fußwegs in Richtung Freilichtbühne wieder herzustellen.

Da dieser für die Aufführungen benötigt wurde und die Arbeiten am Voreinschnitt für den Moment abgeschlossen sind, wurde eine Stahlträgerbrücke angemietet.

Die am 28. Mai angelieferte Brücke wurde sofort auf die in den Tagen zuvor hergestellten  Widerlager aufgesetzt. Somit ist der Fußweg auch provisorisch für die Saison der Freilichtbühne sichergestellt.

Hier noch einmal der direkte Vergleich:

Links im Dezember 2002, rechts im September 2003.

 

Herstellung des Ausgangsbauwerks zur B33