Fahrzeuge, Maschinen und Versorgungseinrichtungen

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Rettungsfahrzeug der FFW Hornberg          

                   

 

 

 

 

 

Das wichtigste Gerät für Vortriebsarbeiten war der computergestützte Bohrwagen mit drei Lafetten und Hebebühne (hier ca. bei Tunnelmeter 220 am 5. Juli 2002).

Der Bohrwagen (von der Fa. Tamrock) kann mit Hilfe einer Richtungsvorgabe durch einen Richtungslaser zeitgleich drei Bohrlöcher mit Zielvorgabe über einen bordeigenen PC anfahren und bohren.

 

120 bis 150 Löcher werden, je nach Ausbruchsart, für jede Sprengung benötigt (Bohrzeit für 3 Meter: Ca. 70 Sekunden). Um das gelöste Material im Bohrloch herauszufördern, wird dieses über eine Bohrung im Bohrgestänge gespült. Gleichzeitig dient das Wasser zur Kühlung der Bohrkrone.

Im Anschluss an die Bohrarbeiten wurden diese Bohrlöcher mit Sprengstoff gefüllt (pro Sprengung etwa 280 bis 300 kg Sprengstoff).

Weitere Infos zur so genannten "Drill&Blast-Technik" siehe  "Der Vortrieb"

... Warten auf den nächsten Einsatz.  

... und Abtransport am 14. April 2003     

 

 

"Versorgungseinrichtungen" rund um den Tunnel

Während des Vortriebes muss die Versorgung der Einrichtungen, insbesondere des Bohrwagens, mit Strom und Wasser sichergestellt werden. Darüber hinaus sind Signaleinrichtungen, Beleuchtung und Notfallmelder vorgeschrieben.

Dies wird durch den so genannten "Versorgungszug" sichergestellt:

Etwa 100-200 Meter hinter der Ortsbrust werden einige Container, so unter anderem auch ein Fluchtcontainer für den Ernstfall (in der Abbildung: blauer Container am Ende des Zuges), platziert:

      

    

Die Versorgung aller Einrichtungen erfolgt in der Tunnelröhre mit zwei voneinander unabhängigen  "Versorgungssträngen":

Auf der, in Blickrichtung Ortsbrust, linken Tunnelseite werden insbesondere die Notfallmeldeleitungen geführt - alle 50 Meter finden sich so z.B. Feuermelder (gekennzeichnet durch rote Warnlampen - siehe Bild links). Darüber hinaus wird hier auch die "Wegbeleuchtung" mitversorgt.
Parallel zum Weiterziehen der Notfallleitungen wurde auch ein Notruftelefon in der Röhre mitgeführt. In genau definiertem Abstand zur Ortsbrust wurden diese Boxen betrieben.

Die Wasserspülung sowie die Kühlung der Bohrung erfordert die ständige Zufuhr von Wasser über einen mächtigen Schlauch. Diese Versorgung erfolgt über den rechten Versorgungsstrang, der zudem die Hauptstromleitungen bereitstellt:

Das aus dem Tunnel fließende oder geförderte Wasser wird nicht "einfach so" in das Abwasser geleitet:

Am Nordportal befindet sich hierfür eigens eine Neutralisationsanlage. Diese dient als Sammelstelle für das gesamte Schmutzwasser und sorgt dafür, dass nur "neutralisiertes Wasser" an die Kanalisation weitergeleitet wird.

Der für die Vortriebsarbeiten benötigte Sprengstoff (insgesamt rund 250 Tonnen) wurde, wie alle benötigten Materialien, ständig auf der Baustelle vorgehalten:

Hierzu diente ein eigens angelegter Munitionsbunker. Er wurde direkt in den Fels (vorals Haus Haas) betoniert und mit Sandsäcken sowie Erdreich abgedeckt.

Nachdem der Vortrieb abgeschlossen war, wurden die Stahlbetontresore abgebaut.

Am 23. Mai werden dann auch die ersten Sandsäcke abgebaut. 

An Stelle des Munbunkers finden sich heute die "Mulden" für die selbstverständlich durchgeführte Mülltrennung.

Auch die Menschen auf der Baustelle müssen "versorgt" werden. Hauptanlaufstelle ist der eigens am Nordportal errichtete Büro-Containerblock. 18 Container dienen der ATH und der Bauüberwachung als Zentrale.

Für die Poliere und Arbeiter auf der Baustelle  gibt es bei der Werkstatt zusätzliche Container.

Die Mannschaften bezogen Quartier im ehemaligen Hotel "Bären".

Neben der Übernachtungsmöglichkeit konnte hier auch eine optimale Verpflegung geboten werden.

Für die Versorgung der Baumaschinen bei den Voreinschnitten fand dieser spezielle Wagen Verwendung, der hierzu jeweils beim Badenwerk angemietet und dann vor Ort aufgestellt wird.

Das Aggregat versorgt z.B. die Bohrlafetten mit Energie.

Mit Hilfe dieses Lüfters findet die sogenannte "Bewetterung" statt:

 

Von außen wird über einen langen Stoffschlauch frische Luft in die Tunnelröhre geblasen.

Nach dem Durchbruch des Fluchtstollens zur B33 wurde die Turbine in den dortigen Querstollen verlegt. Somit konnte die Geräuschbelastung für die Anlieger reduziert werden.

Blick aus dem Querstollen B33 in Richtung Tunnelachse

Nach getaner Arbeit wird der große Lüfter am 29. März abtransportiert.

Auch die Mauslöcher müssen bewettert werden. Hierzu dienen kleinere Ausgaben obiger Anlage.

Hier im Bild die Bewetterung des ersten Mauslochs.

      

Mit diesem Hochbagger (Fa. Broyt) wird nach der Sprengung das gelöste Gestein an der Ortsbrust auf die "Mulden" (s.u.) geladen.

Dieser Vorgang leitet das "Schuttern" ein.

Anlieferung des "Arbeitstiers":

Der Tiefbagger "Liebherr 932" wird auf einem Spezialtieflader angeliefert - er diente während der ersten Phase zum Beräumen und zeitweise war er beim Vortrieb im Einsatz; in der zweiten Phase wurde er, mit einer Anbaufräse versehen, zum Profilieren verwendet...

Nachdem das Gestein auf Mulden geladen und herausgeschuttert wurde, wird mit dem Tiefbagger (hier in Parkstellung) das Gewölbe beräumt, um zu verhindern, dass bei den nachfolgenden Arbeitsgängen im ungesicherten Bereich bis zur Ortsbrust lose Steine herunterstürzen können. Sein Reiszahn entwickelt gewaltige Kräfte...

Auch nach dem Durchschlag kommt diesem Tunnelbagger eine spezielle Aufgabe zu:

Für die Profilierungsarbeiten wurde der Reißzahn durch eine Anbaufräse ersetzt: 

Neben den großen Baggern finden sich auf dieser Baustelle auch mehrere "Kleinbagger". Diese können z.B. auch in den Fluchtstollen eingesetzt werden.

 

 

Auch das Bauarbeiterleben ist nicht mehr das, was es einmal war....Wo früher mit der Schaufel gearbeitet wurde, sind heute Kleinstbagger im Einsatz.

 

Die durch ihr Knickgelenk speziell für den Einsatz in engen Arbeitsbereichen konzipierten Mulden fahren mit ihrer Ladung zum Nordportal zurück und kippen das Ausbruchsmaterial auf das Tageslager direkt am Portal.

Und so sieht dann die liebevoll "restaurierte" Mulde kurz vor dem Abtransport aus - fast wie neu....

Die Mulden haben einen kleinen Wendekreis und können somit schnell in der engen Tunnelröhre manövrieren - dabei kommt es jedoch fast regelmäßig zum Kontakt mit den Tunnelwänden; Kratzer an der Tunnelwand zeugen von diesen "Begegnungen".

 

 

      

 

 

 

Im Tunnel wird zum Schuttern ein Volvo-Radlader eingesetzt:

Dieser belädt zusammen mit dem Hochbagger (Broyt) die Mulden und  räumt nach Bedarf den Fahrweg frei.

 

Dieser Radlader ("Seitensitzer" - der Fahrer sitzt längs der Fahrtrichtung) ist speziell für die kleinen Querschnitte der Fluchtstollen konzipiert. Mit ihm wird nach der Sprengung im Fluchstollen das gelöste Gestein an der Ortsbrust aufgenommen und bis in den zugehörigen Querstollen transportiert und zwischengelagert. Von hier aus wird es zu einem geeigneten Zeitpunkt vom Tunnellader auf die "Mulden" geladen und auf die Tagesdeponie am Nordportal abgefahren.

Mit Hilfe dieses Radladers (in dessen Schaufel über 4 cbm oder ca. 7 to Platz haben) werden montags bis samstags auf der Tagesdeponie am Nordportal die LKWs zur Abfuhr in Richtung Steinbruch beladen.

 

Für den flexiblen Einsatz (Erdarbeiten, ...) sind mehrere kleinere Radlader auf der gesamten Baustelle im Einsatz:

...und er darf natürlich nicht fehlen:

der "Bobcat".....ein Minilader.

Für den Abtransport vom Tageslager stehen zwei Typen von LKWs zur Verfügung:

Im Bild rechts ein MAN-Vierachs-Kipper. Dieser bringt vollbeladen insgesamt 32 Tonnen auf den Weg - davon 19,5 Tonnen Beladung

 

 

Unten der häufiger eingesetzte "Zug", bestehend aus einer Mercedes-Zugmaschine und einem zweiachsigen Anhänger. Das Fassungsvermögen ist größer als beim Vierachser - 23,5 Tonnen Ladung ergeben ein Gesamtgewicht von 40 Tonnen.

Für die korrekte Abwicklung der Beladung zeichnet der Laderfahrer verantwortlich. Durch die in der Schaufel des Laders integrierte Digitalwaage wird das Gesamtgewicht festgestellt und protokolliert.

Dies ist eine Arbeitsbühne (hier in "Parkstellung" im Tunnel); mit deren Hilfe können Arbeiten an erhöhten Stellen durchgeführt werden.

Dieses Fahrzeug besitzt gleich zwei Ausleger mit Arbeitskörben.

Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Gabelstabler mit Teleskoparm (Fa. Merlo). Er ist das "Transport-Lasttier" auf der Baustelle.
Im Zuge der Bewehungsarbeiten kam dann ein weiterer Teleskopstapler zum Einsatz:

 

In steilem Gelände (Voreinschnitte Nord/Süd, Stützwand am Bahndamm/B33) fand er sein Einsatzgebiet:

 

Der "Schreitbagger"

Für den Transport von Kleinmaterialien (insbesondere Sprengstoff) verwenden die Mineure diesen wendigen "Kleintransporter".

Manche Spezialgeräte kamen nur vorübergehend zum Einsatz:

Hier im Bild der "Staubsaugerwagen", mit dem die Sohle vor dem Betonieren der Sauberkeitsschicht abgesaugt wird.

Immer wieder an verschiedenen Stellen auf der Baustelle im Einsatz:

Schwerlastkräne unterschiedlicher Größe und Stärke...

Auch der mobile Steinbrecher kam nur bei Beginn der Arbeiten am Nordportal zum Einsatz.  Seine Aufgabe war es, den Fels, der für die Wiederverfüllung der offenen Bauweise am Norportal eingesetzt werden soll, auf das geeignete Maß zu zerkleinern.

 

Zur Vorhaltung des durch die Firma Rombold angelieferten Trockenbetons dient dieses vor dem Nordportal aufgestellte Silo, das rund 60 Kubikmeter Material fasst:

 Hier wird das wichtige Sicherungsmaterial zwischengelagert, ehe es mittels Betonmischer oder Kübelwagen ("Moxi") zu den Spritzgeräten in der Tunnelröhre gefahren wird.

Für den nötigen Nachschub rollen mehrfach täglich spezielle Silofahrzeuge des Zulieferers auf die Baustelle.

Im Bild rechts der "Kübelwagen", vor Ort "Moxi" genannt. 

Nachdem die beiden Speicherbehälter am Betonsilo beim Nordportal aufgefüllt wurden, fährt der Moxi zu seiner Einsatzstelle in der Röhre. Dort wird er dann an die Zuleitung zum Spritzgerät angeschlossen.

Nachdem die Belastungen für den Moxi gegen Ende der Vortriebsarbeiten zu groß wurden (zwei Achsbrüche innerhalb kurzer Zeit), musste die ATH kurzfristig ein Ersatzgerät besorgen:

Dieser Anhänger mit zwei Kesseln wurde am Nordportal mit Trockenbeton beladen (Gesamtgewicht: ca. 60 Tonnen) und dann vom Tunnellader zum jeweiligen Einsatzort gezogen 

Damit in den langen Fluchtstollen (teils mit großen Steigungen) das für den Spritzvorgang nötige Wasser bis zur Spritzdüse gelangt, ist der Einsatz von Wasserpumpen notwendig - diese erzeugen den notwendigen Wasserdruck.

Insbesondere im Rahmen der Nachprofilierung fanden diese kleinen Trockenspritzgeräte zum Einsatz.

Für den Spritzzug im Rahmen der Nassspritzarbeiten (Vortrieb und Innenschale) werden "normale" Betonmischer, wie man sie aus dem Alltag kennt, eingesetzt.

Sie bringen den fertigen Beton zum Spritzwagen an der Ortsbrust.

 

 

 

 

 

Hier der "Spritzzug" bei den Sicherungsarbeiten nach einer Sprengung: Ein Betonmischer bringt den fertigen Beton zum Spritzwagen - Mit Hochdruck wird das Gemisch zur Spritzdüse befördert, wobei ein Erstarrungsbeschleuniger zugefügt wird, der dafür sorgt, dass der Beton beim Wandkontakt schlagartig abbinden kann. Dieses Verfahren wird "Nassspritzverfahren" genannt.

Eines der wichtigsten Geräte im Tunnelvortrieb und bei den Profilierungsarbeiten:

Der "Spritzbüffel" - Am vorderen Ende erkennt man die per Fernbedienung ansteuerbare Spritzdüse auf der Lafette.

 

 

Das wichtigste Bohrgerät war der "Tamrock"-Bohrwagen (Fa. Sandvik-Tamrock). Er wird per Dieselantrieb vor die Ortsbrust gefahren und über einen Laser eingemessen. Danach übernehmen die elektro-hydraulischen Bohrlafetten die Hauptarbeit und setzten die über ein vorgegebenes Sprengleitbild vorgegebenen Bohrlöcher.

Neben dem "großen" Bohrwagen sind auf der Baustelle bei den verschiedenen Arbeiten weitere Bohrgeräte im Einsatz:

 

Im Bild links eine spezielle Einarm-Bohrlafette im Bohreinsatz beim Voreinschnitt Ziegelgrund.

In den Mauslöchern werden spezielle Bohrwagen benötigt, die extra für diese niedrigen Querschnitte gebaut wurden. Hier der bis zuletzt auf der Baustelle im Einsatz befindliche Bohrwagen mit einer Lafette für Bohrtiefen bis maximal 2,20 Meter.

Neben den reinen Bohrwagen findet man auch Bohrlafetten, die anstelle des Baggerlöffels montiert werden können.

Hier ein Tiefbagger mit aufgesetzter Bohrlafette bei Bohrarbeiten am Voreinschnitt Nord.

Hier ein weiteres Bohrgerät mit einer Bohrlafette:

 

Dieses kann zusätzlich zur eigentlichen Bohrung Mantelrohre mit einem  Außendurchmesser von14 Zentimetern einbringen:

 

 

Beim Voreinschnitt des Südportals wurden dazu maximal 15 Meter lange Rohre aus verschraubbaren, zwei Meter langen, Teilstücken durch den Hangschutt bis in den anstehenden Fels gebohrt. Im Anschluss daran wurden die Rohre des so genannten Rohrschirms mit Beton verpresst.

Bei der Bohrkampagne am Bahndamm wurden spezielle Bohrgeräte eingesetzt, mit deren Hilfe man jew. einen Meter lange Bohrkerne zur weiteren Untersuchung gewinnen konnte.