AKie's Bogenblog

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30. April / 1. Mai 2011

3. Bearpaw Kill Bonusturnier

... in bewährtem Rahmen durchgeführt vom Hotel Bad Eisenbach und der Firma "Bearpaw Products GmbH".

Nach der etwas unglücklichen Parcoursführung im vergangenen Jahr (zugegebenermaßen nicht in der Verantwortung des Veranstalters - es wurde viel Holz gemacht und hatte im Vorfeld einige Zeit ununterbrochen geregnet) gingen wir in diesem Jahr sozusagen "unter Vorbehalt" und sehr skeptisch an den Start: Dabei kam selbstverständlich wieder die "etwas andere" Bogenklasseneinteilung zum Einsatz:

Klasse 1 Holzbogen
Bögen aus Naturmaterial ohne Glasfaserlaminat. Die Pfeile müssen aus Holz sein. Mediterraner Anker mit einem definierten Ankerpunkt.

Klasse 2 Traditional
Langbögen und Recurvebögen, die über den Shelf (Bogensattel) geschossen werden. Pfeilauflagen und Stabilisatoren sind nicht erlaubt. Die Pfeile müssen aus Holz sein. Mediterraner Anker mit einem definierten Ankerpunkt.

Klasse 3 Traditional offen
Langbögen und Recurvebögen, die zusätzlich mit einem Jagdstabilisator bis 12 Zoll Länge ausgerüstet sein dürfen. Die Pfeile dürfen aus beliebigem Material sein. Ein Finger muss den Pfeil berühren; es ist nur ein definierter Ankerpunkt erlaubt.

 

"Gästeklasse"
Alle Bögen, die nicht in den obigen Klassen genannt sind bzw. mit Buttons, Pfeilauflagen, Klicker, etc. ausgerüstet sind.

Auch die eigentliche Wertung ist für viele erst einmal gewöhnungsbedürftig: Geschossen wurde am ersten Tag zunächst die Doppelhunterrunde - am zweiten Tag dann die Hunterrunde. Gewertet werden hierbei nur Kills - Körpertreffer geben Minuspunkte (wie man sich doch plötzlich über "Fehlschüsse" freuen kann - das sind dann ja "nur" 0 Punkte!); dies macht u. a. den Reiz dieses Turniers aus.

Der weitere Reiz liegt dann natürlich an der Art, wie der Parcours gestellt ist: Als "Basis" dient der Parcours des Hotel Bad - Henry Bodnik lässt es sich mit seinem Team jedoch nicht nehmen, die einzelnen Schüsse sozusagen "handverlesen" zu optimieren - enge Schussfenster, Hindernisse, Geländebesonderheiten und eben "jagdliche" Situationen (die Maximaldistanz betrug 30 Meter!) erfordern den Schützen einiges an Können ab.

In diesem Jahr konnten wir - bei glücklicherweise (zunächst) blauem Himmel und moderaten Temperaturen - gemeinsam mit Thilo L. und Wolfgang D. auf die Runde gehen.

Unsere Truppe noch ganz zum Beginn des Turniers

So wie hier auf dem Bild konnte man an jeder Scheibe die Idee hinter diesem Turnier erkennen: Es waren zwar nahe Distanzen (hier z. B. ein Erdmännchen auf rund sechs Meter - jedoch durch eine Öffnung in einem Wurzelstock hindurch), bei denen man das Kill hätte treffen müssen. Der Aufbau der Scheibe - durch ein Tarnnetz hindurch, aus einer Böschung heraus, Blick ablenkende Äste vor dem Tier, durch Wurzelwerk hindurch, ... - erschwerte jedoch die Situation oft so, dass das Kill eben nicht getroffen wurde.

Mit meiner ersten Runde am Samstag war ich zunächst nicht ganz so zufrieden: 176 Punkte waren doch deutlich weniger Punkte, als im vergangenen Jahr! Leider traf ich zwar häufig mit einem Pfeil das Kill - jedoch selten das Inkill; zudem steckte dann der zweite Pfeil oft im Körper (-2 Punkte), so dass an ein höheres Ergebnis nicht zu denken war. Thilo zog - nachdem ich einige Zeit die Stirn bieten konnte - dann doch langsam vorneweg - 200 Punkte standen am Ende der ersten Runde auf seinem Wertungszettel. Der Topmann des ersten Tages war (einmal mehr) Jürgen M., der auf 238 Punkte kam.

Drittes Killturnier - dritter Bogen *fg*:

Im ersten Jahr war ich noch mit Holzpfeilen sowie meinem Hunter Mangart am Start, im vergangenen Jahr dann mit Carbonis und meinem heiß geliebten Bob Lee (der demnächst jedoch in den Verkauf gehen wird); nun hatte der "Baden-Latro" also "Kill-Premiere" ...

... mit "seinem" Ergebnis am ersten Tag war ich schlussendlich denn doch zufrieden; wie sich zu Beginn des zweiten Tages herausgestellt hat, lag ich nämlich auf Rang vier und "durfte" somit erneut in der "Top-5-Gruppe" starten.

Karin war zunächst mit ihrer Punktzahl noch weniger zufrieden: Schlussendlich standen bei ihr "nur" 42 Punkte auf dem Wertungszettel (und das, nachdem sie im vergangenen Jahr nach Tag 1 sogar geführt hatte). Wie sich dann jedoch am Samstag herausgestellt hat, bedeutete dies Rang zwei!

 

 

Typische "Killturniersituation": Eine Bognerin steht im Wald ...

Cedric hatte (mal wieder) einen "rabenschwarzen Tag" (zumindest nach seiner Leseart): Ständig tobte er rum, beschwerte sich über die "unmöglichen Schussfenster" u. a. (kein Wunder, wenn man mit dem voll "aufgerödelten Bogen" durch den Wald zieht). Schaut man sich das Endergebnis an (immerhin stolze 118 Punkte) kann man sein Auftreten (was zusehends der ganzen Familie und auch den wirklich duldsamen "Mitstreitern" auf den Nerv ging) nicht ganz nachvollziehen. Schlussendlich führte er nach Tag 1 sogar die "Gästeklasse" souverän an!

Sarah kämpfte sich wacker durch die Runde - allerdings lief es bei ihr nicht wie erhofft: Sehr vielen "Nicht-Treffer" (gut!) standen nur wenige "Treffer" entgegen - diese dann aber fast ausnahmslos im Körper (nicht gut!). Somit kam sie am Ende mit -18 Punkten aus der Runde zurück - so was erlebt man ja auch nicht gerade alle Tage! Trotzdem hatte sie mit unserer Truppen viel Freude und auch von allen Seiten viel Lob für ihr Durchhaltevermögen erhalten!

Beide verzichteten dann aber auf den zweiten Turniertag.

Impressionen - Tag 1:

Bei den letzten Tieren zog dann das angekündigte Gewitter auf: Zunächst begann es noch recht harmlos mit einigen Tropfen. Kurz darauf - natürlich genau dann als wir auf "offenem Feld" waren- begann es jedoch regelrecht zu schütten. Der Gewitterguss zog sich dann einige Tiere hin, bevor am Ende doch wieder die Sonne heraus kam.

So war es insgesamt ein wunderschöner erster Tag!

Glücklich und zufrieden zogen wir unmittelbar nach unserer Runde wieder gen Schiltach; die "Urlaubsmüdigkeit" wollte noch ein wenig kuriert werden. ...

Der zweite Tag begann dann mit einer Überraschung: Karin und ich hatten uns schon auf eine "gemütliche" Familienrunde, gerne auch wieder mit Wolfgang gemeinsam, gefreut. Unser Ergebnis vom Vortag schien uns nicht so gut, als dass wir wieder (wie im vergangenen Jahr) in der so genannten "Top-Fünf" mitschießen zu "dürfen" (eine weitere Besonderheit dieses Turniers; so soll die Spannung erhöht werden) ...

... leider (?!?) falsch gedacht: Karin als zweite und ich auf Rang vier - so stand es in der Siegerliste zu lesen: Somit "mussten" wir doch wieder in den "Toptruppen" an den Start gehen. Zunächst noch etwas traurig, dann aber voller Vorfreude, ging es hinaus auf die zweite Runde - die wieder ebenso schön werden sollte, wie am Vortag!

 

Drei der Top-Fünf-Gruppe der Damen:

Ich selbst traf auf "Altbekannte":

Mit Jürgen M., Thilo L., und Dominik L. drehe ich ja ohnehin immer einmal wieder eine Runde. Stojan P. kam zu dieser Truppe dann noch hinzu - auch ihn kannte ich ja bereits von diversen Turnieren; nun waren wir erstmals gemeinsam in einer Gruppe am Start.

Es sollte ein unterhaltsamer und spaßiger Nachmittag werden!

 

 

"Unter den Augen der Konkurrenz": Meine Truppe an der "Erdmännchen-Truppe"

Das Wetter war herrlich - zunächst noch ein wenig Hochnebel; dann kam die Sonne durch und es wurde richtig mild! Dass es gegen später noch ein wenig zuzog (jedoch ohne einen Tropfen Regen) störte auch niemanden.

Die Truppe um Henry hat am Vorabend fast den gesamten Parcours noch einmal ein wenig umgepflockt und in Teilen sogar umgestellt. Somit ergaben sich neue Schusssituationen - alle Teilnehmer hatten somit wieder die gleichen (neuen) Voraussetzungen...

 

... und mir sind dann plötzlich (fast) alle Schüsse geglückt! Von Beginn weg hatte ich etliche Inkill (sogar X-er); so zog ich Punkt für Punkt den anderen davon. "Völlig losgelöst" kam ich mir zu diesem Zeitpunkt vor!

 

Eines meiner vielen X-er: Ausgerechnet die Ente ...

... die vom Baumstumpf aus zu schießen war! Nur ca. zwei Meter und fast senkrecht nach unten. Ein wirklich außergewöhnlicher Schuss!

 

Insgesamt lief es in unserer Truppe hervorragend - es war ein fairer und auch harter Kampf. Oft lagen wir alle nur wenige Zentimeter auseinander; die "Gruppierungen" unserer Pfeile konnten sich sehen lassen. Wenige "Fehlschüsse" machten dann den kleinen aber feinen Unterschied aus.

Mein kleines Tief zwischendurch (ausgerechnet bei den großen Tieren im "hinteren" Drittel) ermöglichte es dem Rest der Truppe wieder aufzuschließen. Am Ende kamen dann meine Schüsse wieder konstant. Zu meiner Überraschung konnte ich so die Hunterrunde für mich entscheiden!

Impressionen - Tag 2:

Auch die Siegerehrung läuft bei diesem Turnier etwas anders ab:

Unter allen Teilnehmern wurden zunächst rund 20 Sachpreise verlost! Zuerst waren es Preise von A wie Armschutz über J wie Jagdpfeil bis hin zu S wie Sekt. Am Ende kamen dann die Sonderpreise zur Ziehung: Platz drei war in diesem Jahr der wunderschöne Steinmarder, Platz zwei der neue Schießwürfel (jeweils Marke "Longlife") - dann steigt die Spannung noch einmal schier ins Unermessliche: Der Custombogen bildet den Abschluss und den Höhepunkt der Verlosung ...

... zwei Jahr lang haben wir mit ansehen müssen, wie andere diesen Preis absahnen. Im Vorfeld frotzelte unsere Truppe ständig rum, dass Karin ja diesen Bogen durchaus brauchen könnte - und was soll ich sagen:

Die glückliche Gewinnerin in diesem Jahr heißt ...

Somit wird sich Karin also in den nächsten Wochen einen Original-Bearpaw-Custombogen fertigen lassen! Die Freude war natürlich riesengroß!

Unmittelbar im Anschluss an die Verlosung kam man auch schon zur Siegerehrung: Hier erhielten jeweils die drei Erstplatzierten in den Bogenklassen ihre Urkunden.

Sehr zu meiner Freude ist es mir wieder einmal gelungen, Thilo und Dominik in einem Turnier zu schlagen; selbst Jürgen konnte ich zumindest in der Hunterrunde hinter mir halten - allerdings war sein Vorsprung am Vortag so groß, dass ich ihm zumindest den Gesamtsieg überlassen musste!

Platz 2 (23 Teilnehmer) war dann trotzdem mehr, als ich zu erhoffen gewagt hatte! Ein toller Erfolg.

 

Auch Karin konnte sich bis auf einen Punkt an ihre Konkurrentin heranrobben - also auch für sie ein toller zweiter Platz; dazu dann noch der Bogen ... was will man mehr?!?

Insgesamt war es also wieder ein einmaliges, wunderschönes Turnierwochenende. Das "Kill-Bonus-Turnier" zählt definitiv zu unseren Lieblingsturnieren. Wir werden uns natürlich bemühen, auch in 2012 wieder an den Start zu gehen; dann soll das Turnier auch an einem familienfreundlicheren Tag (Mitte/Ende statt Anfang Mai) stattfinden. Ich freue mich schon heute darauf!

 

Die Siegerliste

Bilder von Bearpaw zum Turnier

 

 

Aktuellste Parcoursbegehungen

Villingen: 08.12., 01.12.

 

 

Letzte Turniere

 09.11.   Nachtschießen Jockgrim

 05.10.   Wildsauschießen Michelbach

 

Und dann war da noch ...

 

... mein Bungy-Jump (192 m) 03.08.

 


"Petition zum Erhalt des Parcours Lellwangen"

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