AKie's Bogenblog

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17. Juli 2016

7. Dornhaner 3D-Jagdbogenturnier

... durchgeführt vom Schützenverein Dornhan 1969 e. V.

 

Auch in diesem Jahr hatten Karin und ich uns entschlossen, an diesem Turnier teilzunehmen. Glücklicherweise ist die Achillessehne meines Schatzes wieder so weit abgeheilt, dass sie mich wieder auf ein Turnier begleiten konnte (Heiligenzimmern musste sie ja leider auslassen. Gegen Ende der Rund zwickten die Bandscheiben (wir haben am Vortag ein Zimmer renoviert - der Teppichboden im ehemaligen Arbeitszimmer musste raus), die Achillessehne hat aber gehalten!

Mit dem Wetter hatten wir erneut Glück: Nachdem die Vorwoche noch verregnet war, kam pünktlich zum Wochenende der Sommer zurück. Mit Temperaturen um die 30 °C, bei nur leichter Bewölkung, war man um jedes Stück Schatten froh. Glücklicherweise liegt ein Großteil des Parcours im Wald, so dass es doch insgesamt erträglich war.

Da wir wieder rechtzeitig vor Ort waren, konnten wir uns dem Plausch mit den befreundeten Bogner sowie einer Tasse Kaffee widmen, bevor pünktlich um 9.30 Uhr das Briefing stattfand.

Antonio war so freundlich uns wieder in eine Startgruppe einzuschreiben; so ging es von Scheibe 3 (Zecken) aus auf die Jagd.

Leider waren insgesamt doch nur recht wenige Schützen zur siebten Auflage des Turniers gekommen. So gab es - in der Regel - Vierer- und Fünfergruppen (nur manche Unbelehrbare meinten, eine Neunergruppe bilden zu müssen und dann auch noch die nachfolgenden Gruppen am Überholen zu hindern. Für so was hab ich kein Verständnis) und so ging es zügig voran.

Wir hatten von Beginn weg viel Freude mit unserer Truppe: Andreas Z. war mit dem Compound unterwegs (roter Pflock) und markierte uns ein ums andere Mal das Kill.

Wir BHR-ler ließen uns aber nicht lumpen und hielten vom blauen Pflock aus kräftig dagegen.

Karin kam von Beginn weg gut in die Runde hinein - und das nach der langen Pause, was nicht selbstverständlich war. Ich selbst brauchte einige Tierchen, bis ich so richtig im Rhythmus war. Unmittelbar vor Turnierbeginn musste ich eine neue Sehne aufziehe, da an der ersten die Mittelwicklung aufgegangen ist ...

Antonio - mal wieder mit einem neuen Bogen am Start - hielt an den ersten Scheiben mit mir mit. Leider fing er sich dann völlig unverständlicherweise beim stehenden Schwarzbären, unmittelbar vor dem Dopingstand im Wald, ein Miss ein. Am Ende kam er gerade noch über die 400er-Grenze (408 Punkte), was ihn sichtlich gefreut hat.

Gruppenbild mit Schreiberin

Schon nach den ersten Scheiben mussten wir feststellen, dass der Parcours nahezu identisch zum Winterparcours gestellt war: Nicht nur die Laufwege, auch ein Großteil der Tiere und auch viele Abschusspflöcke wirkten so, als ob man seit dem Winter nichts verändert hätte.

Das ist vor allem deshalb ärgerlich, weil das wunderschöne Gelände um das Schützenhaus herum wirklich tolle Möglichkeiten bietet.

So darf man sich nicht wundern, wenn Schützen wegbleiben ...

 

Catched arrow am weitesten Schuss der Runde

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich (und nicht nur ich: Man beachte die grinsenden Gesichter beim "Gruppenbild") viel Freude hatte:

Im Gegensatz zum Winterturnier hier konnte ich wirklich tolle Treffer setzen. Meine Widow hilft mir hier enorm. Nur sehr selten saßen meine Pfeile nicht da, wo ich sie haben wollte. Das war vor allem bei den "Mitteldistanzen" der Fall. Hier kommt es schon einmal vor, dass der Pfeil zu hoch oder tief einschlägt. Ansonsten: Alles online und häufig auch im Kill.

Impressionen:

Andreas beim einzigen "neuen" Schuss. Dem Wolf auf offenem Feld

Karin zog ihre Runde konsequent durch. Den "Trainingsrückstand" spürte man nur ganz selten. Ein ärgerliches Miss beim Auerhahn und nur ganz wenige zweite und dritte Pfeile brachten ihr am Ende sehr gute 414 Punkte ein. Man war gespannt, welchen Platz das am Ende das bringen würde.

Ich selbst musste mich zu Beginn der Runde mit einer Migräne rumärgern (schon lustig, wenn man das Ziel fast nicht mehr zieht). Glücklicherweise dauerte das "Flimmern" vor den Augen nur wenige Tiere an. Danach konnte ich - erfreulicherweise ohne die sonst auftretenden Kopfschmerzen - unbeschwert weitermachen.

"Demutsschuss" beim Auerhahn: Beim Winterturnier habe ich hier den ersten Pfeil versemmelt! Heut gab's ein (Außen-)Kill

Wie kann man eigentlich treffen wenn einem ein Visier den Blick aufs Tier verstellt?

Naja - es scheint zu gehen: Andreas nagelte seinen Pfeil 16 mal im den 20er, 11 mal in das Außenkill und immerhin einmal gab's ein "Out": Der Pfeil landete beim Luchs links neben dem Kill. Insgesamt kam er so auf 534 Punkte - Respekt für einen "Gelegenheits-Compoundi".

Gerade auf den letzten Tieren gelang mir eine regelrechte Killserie: Vier 20er in Folge, zuvor und danach 18er - Herz was willst Du mehr?

Mit nur zwei zweiten Pfeilen - der Sockeltreffer beim liegenden Hirsch auf der Wiese geht noch OK, der "unterschossene" Luchs ärgert mich dann doch ein wenig - kam ich auf sehr erfreuliche 486 Punkte.

 

Nach rund viereinhalb Stunden hatten wir unsere Runde beendet.

Bestens gelaunt - wenn auch ein wenig durchgeschwitzt und durstig - ging's zurück zum Schützenhaus. Nachdem die Wettkampfkarten nochmals durchgerechnet waren (erstmals musste bei diesem Turnier doppelt geschrieben werden), konnten wir diese abgeben. Das Warten auf die Siegerehrung begann.

Das Getränke - und Speisenangebot in Dornhan kann sich wirklich sehen lassen. Zu moderaten Preisen bekommt man alles, was das Herz begehrt: Panierte Schnitzel, Pommes, Kuchen und vor allem - eiskaltes, herrliches und wohlverdientes Radler (und natürlich viele weitere Getränke).

 

Die "Arbeitstiere" warten auf ihren Einsatz

Recht schnell, nachdem die letzte Gruppe endlich eingetroffen war, konnte man gegen 15.45 Uhr zur Siegerehrung rufen: Sehr zu unserer Freude konnte Karin die BHR-Damenklasse gewinnen und einen der wirklich tollen Pokale (auch da lassen die Dornhaner sich immer wieder was tolles einfallen!) in Empfang nehmen ...

... da kam dann zugegebenermaßen schon ein wenig Neid auf.

Doch sehr zu meiner Überraschung lag zwischen Matze (512 Punkte!!) und mir kein weiterer Bogner, wie ich befürchten musste. Mit meiner Punktzahl konnte ich mir den zweiten Platz sichern und bekam so meinen eigenen Pokal! Das hätte ich nun gar nicht erwartet, stehe ich doch mit dem Turnier hier in Dornhan immer ein wenig auf Kriegsfuß.

FAZIT:

Im Sommer scheint das Turnier in Dornhan für mich durchaus eine Reise wert zu sein: Zum zweiten Mal in Folge konnte ich mir hier den Vizetitel sichern. So entspannt wie bei dieser Runde war ich hier jedenfalls noch nie.

Gleichwohl tut es mir in der Seele leid, dass die Dornhaner Schützen ihr Gelände nicht besser ausnutzen und sich nicht mehr Mühe mit dem Parcours geben: Sehr häufig hat man "Autobahnschüsse" vor sich (auch die Pflöcke stehen wie an einer Perlenschnur aufgereiht ohne jede Abwechslung) und die Entfernungen pendeln - abgesehen von dem einen oder anderen Weitschuss - um die 20 Meter. Ich liebe zwar jagdlich gestellte Parcours - allerdings darf dann ruhig einmal ein kniffliges Schussfenster, ein schwieriger Stand oder eine Geländebesonderheit dabei sein ...

Wir werden vermutlich auch im kommenden Jahr wieder an den Start gehen. Das jedoch ist dem netten Ambiente, den moderaten Preisen und den wirklich sehr bemühten Dornhanern zu verdanken. Der größte Pluspunkt ist jedoch, dass das Turnier sozusagen bei uns "um die Ecke liegt" (Fahrtzeit ~ 20 Minuten).

Siegerliste

 

 

Aktuellste Parcoursbegehungen

Villingen: 08.12., 01.12.

 

 

Letzte Turniere

 09.11.   Nachtschießen Jockgrim

 05.10.   Wildsauschießen Michelbach

 

Und dann war da noch ...

 

... mein Bungy-Jump (192 m) 03.08.

 


"Petition zum Erhalt des Parcours Lellwangen"

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