AKie's Bogenblog

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06. Oktober 2018

11. Michelbacher Wildsauschießen

Auch wenn ich in diesem Jahr so gut wie keine Turniere in Angriff genommen hatte: Mein "Must-go-to"  konnte und wollte ich auch in diesem Jahr - und das schon zum neunten Mal in Folge - nicht auslassen: Das "Wildsauschießen" unserer Freunde, den Bernsteineagles Michelbach.

Nicht nur das erstklassige Turnier motiviert mich hier, sondern vor allem auch der "Gang" über das geschichtsträchtige Gelände in Gaggenau-Michelbach. Dieser Ort bildet eine "Wespentaille" zwischen Baden und Württemberg (Baden schreibt man OHNE Württemberg *fg*) ...

 

Sehr zu meiner Freude hatte sich für dieses Wochenende ganz kurzfristig auch mein Töchterchen angesagt, die dafür eigens aus München angefahren kam. Auch für sie ist Michelbach "ihr" Lieblingsturnier - dieses wollte sie endlich wieder einmal mitschießen  ...

Wie im Vorjahr wählte ich den Anfahrsweg über Offenburg und die A5. Nach etwas mehr als eineinviertel Stunden Fahrt erreichten wir so völlig entspannt die Michelbacher Gumbe. Kaum angekommen war ich in zahlreiche Gespräche mit befreundeten Bogner sowie den Gastgebern vertieft und verpasste so sogar das Einschießen. Pünktlich um 9.00 Uhr gab es die Ansage von Jan Stenger ...

 

... dem die rund 150 Teilnehmer_innen aufmerksam zuhörten - das Turnier war bereits Anfang September ausgebucht!

Um 9.35 Uhr konnten wir an unserer Startscheibe 24 - dem kanadischen Keiler  - die ersten Pfeile fliegen lassen.

Dabei hatte ich dann gleich einen Schreckmoment zu überstehen: Gleich der erste Schuss offenbarte ein Problem mit dem Bogen - ein ungewohntes, lautes Geräusch und bei der Bogenkontrolle sprang dann auch noch die Sehne ab ... hier benötigte ich erst einmal eine technische Pause. Nachdem ich den Bogen dann neu aufgespannt hatte, ging es problemlos weiter - allerdings flatterten mir an den nachfolgenden Scheiben zunächst noch ein wenig die Nerven ...

Die ersten Scheiben bis hinunter zur Gumbe konnten wir - zur "Familiencrew" gesellten sich in diesem Jahr mit Dirk F. und Hans-Peter J. zwei gute Bogenfreunde - dann in gemächlichem Rhythmus absolvieren: Vor uns keine Gruppe, hinter uns keine Gruppe ... so macht eine Turnierrunde Freude.

Bei Sarah merkte man schon, dass sie den Bogen seit weit über einem Jahr nicht mehr in der Hand gehabt hatte: Die kurzen Distanzen überschoss sie zum Teil, die weiteren packt sie mit ihrem Bogen i.d.R. sowieso noch immer nicht. Trotzdem hatte sie sichtlich Spaß und steckte die diversen Miss problemlos weg.

Herrlicher Steilschuss auf den Schlammspringer

Erstmals hatten sich die Bernsteineagles dazu entschlossen, die bisherige "Achterschleife" abzuwandeln und stattdessen eine einzige Schleife zu konzipieren, wobei man nach Scheibe 13 einen Dopingstand eingeschoben hat.

Dort gab es auch wieder einen "Sonderschuss" - in diesem Jahr auf einen "pendelnden Marderhund" - einer tollen (und aufwendig selbst hergestellten) Scheibe, die gegen einen Obolus von 1.- € in Angriff genommen werden durfte.

Die fünf besten Schütz_innen wurden dann vor der Siegerehrung nochmals zum "Stechen" aufgerufen: Als Preis gab es dann für den Besten ein schönes 3D-Tier zu gewinnen.

Das Wetter war einfach nur herrlich: Schon bei der Anfahrt zeigte sich der Himmel herbstlich mild - die Temperaturen lagen allerdings bei der Ankunft noch unter 10 °C, weshalb wir uns dick einpacken mussten. Allerdings stiegen die Temperaturen rasch, auch wenn sich die Sonne hinter den Schleierwölkchen vornehm zurückhielt. Schon nach den ersten Schüssen konnte man Schicht um Schicht ablegen ...

HP erwischte einen äußerst suboptimalen Einstieg: Zweite und dritte Pfeile sowie ein frühes Miss konnten seiner guten Laune jedoch keinen Abbruch tun. Mit zunehmender Dauer der Runde kam er jedoch immer besser zurecht und setzte gegen Ende einen Killtreffer nach dem anderen.

Mein Schatz, die wieder einmal das Schreiben übernommen hatte, ist für mich ein Phänomen: "Training" kommt für sie nicht in Frage, zudem waren wir in diesem Jahr nur sehr selten auf Parcours unterwegs; seit dem Turnier in Villingen hatte sie zudem den Bogen nicht mehr in der Hand ...

... und was macht Madame? Setzt einen tollen Treffer nach dem anderen. Gleichwohl war sie ein wenig erzürnt, dass ihr keine Killtreffer gelangen. Weit nach der Hälfte der Runde - deutlich nach dem Dopingstand - musste sie erstmals zu einem zweiten Pfeil greifen. Auch das nervte sie dann ... solche Probleme hätte ich auf der Runde auch gerne gehabt.

Dirk legte los, wie ich es von ihm nun schon gewohnt bin: Souveräne Körper- und Killtreffer mit dem ersten Pfeil und das mit bemerkenswerter konstanz. So setzte er sich gleich von Beginn weg an die Spitze unserer Gruppe.

Erst als ihm im letzten Drittel der Runde auch das eine oder andere Missgeschick unterlief, zog schließlich Karin an ihm vorbei.

Mit seiner sauberen Leistung kam er schlussendlich mit 434 Punkten auf den zweiten Platz in der Langbogenklasse.

Schöner "Rückblick":

 Vom nachfolgenden Abschuss auf den Wolf, zurück zum Panther

Die Parcoursführung war auch in diesem Jahr - wie schon in den Jahren zuvor - wieder eine völlig andere: In einer großen Schleife ging es um die Freizeitanlage Gumbe herum. Die Wegführung war eine gelungene Mischung zwischen Wegen quer durch den Wald und über die bequemen Waldwege. Zudem verzichtete man auf den Bereich über der zweiten "Ebene", so dass die Anstiege insgesamt moderat waren.

Auch in Sachen "Schussdistanzen" gab es Änderungen: Hörte man im vergangenen Jahr noch ein wenig Kritik über die "deftigen" Distanzen vom blauen (Tradi-)Pflock aus, so darf man die Distanzen in diesem Jahr durchaus als moderat bezeichnen. Der rote Pflock dagegen saß - zumindest bei so manchem Tier - deutlich sportlicher. Eigentlich war das Turnier in diesem Jahr wieder voll auf meine "Wohlfühldistanz" ausgesteckt ...

... was mir aber - im Gegensatz zur Karin - überhaupt nicht nutzte: Schon zur Halbzeit hatte ich drei zweite Pfeile zu verzeichnen. Sie dagegen setzte einen Körpertreffer nach dem anderen. Einzige Gemeinsamkeit: Unsere Pfeile fanden nicht den Weg in den "magischen Kreis".

Nach der Halbzeit leistete ich mir noch drei weitere zweite Pfeile und musste beim Mufflon sogar ein Miss hinnehmen. Sie selbst musste nach dem Doping nur zweimal zum zweiten Pfeil greifen und das Mufflon killte sie souverän mit einem Innenkilltreffer. Schlussendlich kam sie auf hervorragende 448 Punkte, womit sie in der BHR-Damenklasse mit deutlichem Vorsprung auf den 1. Platz kam.

Nachdem ich schon bei den ersten Schüssen das Nervenflattern hatte und die Pfeile immer wieder um den Killkreis einschlugen, hatte ich das Turnier innerlich bereits schon früh "abgehakt". Gleichwohl hatte ich die allerbeste Laune und genoss den Smalltalk in der Gruppe. Dass da auch die üblichen Frotzeleien nicht ausblieben, kann man sich denken ...

Vor allem genoss ich jedoch die gemeinsame Runde mit meiner Tochter. Ich finde es immer wieder toll zu sehen, wie sie mit Freude dabei ist. Das Ergebnis spielt für sie überhaupt keine Rolle. Statt dessen genießen wir gemeinsam die Zeit und nutzen diese, um uns wieder gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen.

Dazu die herrliche Umgebung, die wir alle drei so schätzen - den herrlichen Mischwald in Michelbach - Herz, was brauchst Du mehr?

 

Wenn der Vater mit der Tochter ...

Impressionen:

Die Teilnehmer beim Briefing Karin legt auf das Vielfraß an Das Vielfraß ... toller Anblick Der Papa legt auf den Fuchs an ... ... kurz darauf ist Sarah dran Hat mich das Viech doch glatt einen zweiten Pfeil gekostet ... HP legt auf den Damhirsch an .. täuschend gestellt Auch ich versuche mich (erfolgreich) an dem Tierchen Sarah beim Schuss auf den Fasan ... ... den ich gut erwischt hatte Karin beim Schuss auf den Wolf Details im Hintergrund: Ich liebe die Grenzsteine Im Vollauszug ... Portrait von Sarah im 'Voll'-Auszug HP beim Steilschuss auf die Hasen ... ... ein netter Schuss ... ... den jeder auf seine Weise löste Sarahs Kampf mit dem liegenden Damhirsch Das schmale Reh ... Schuss übers Tal ... nicht einfach ... aber Sarah hat getroffen! HP beim Schuss auf den Widder ... ... auch ich versuche mich an diesem ... ... so mancher von uns hatte da so seine Probleme Der letzte Schuss vor der Pause ... .. Steilschuss auf das Javelina Neu: Dopingstand auf der Runde - idyllisch gelegen Schwerer Einsteiger nach der Pause: Der Steinbock; für Karin natürlich kein Problem Sarah und das Wapiti - ein mächtiger Schuss Dirk legt auf meinen 'Lieblingsbär' an Die kleinen Igel ... ... kann man auf verschiedene Arten in Angriff nehmen Mistviecher - aber der Pfeil steckt gut! Dir legt auf die Gams an ... ... echt tricky gestellt! Auch da war von meiner Seite ein zweiter Pfeil nötig - Mistviech Auch der Herbst hat seine schöne Seiten! Der Steilschuss auf die Waschbären ... Dieser Schuss gefiel mir sehr Auch Karin hatte keine Probleme damit Der letzte Schuss des Tages: Die 'übliche' Eule als Steilschuss

Da wir schon vor halb drei aus unserer Runde zurückgekehrt waren, beschlossen wir kurzerhand die Siegerehrung nicht abzuwarten. Statt dessen ging es - den Rückweg über die B464/294 wählend, um die "Rundfahrt" abzuschließen - zurück nach Hause. So konnte ich die "Vater-Tochter"-Zeit noch optimal ausnutzen.

Fazit: Der Parcours mit seinen moderaten Laufwegen zwischen den einzelnen Scheiben, die gut gewählten, teilweise sehr tickreichen (und moderaten), Abschüsse sowie die wunderschöne Atmosphäre rund um bzw. auf der "Gumbe" waren wieder eine Reise wert! Schon heute freue ich mich auf unser "zehnjähriges" im kommenden Jahr ... Bernsteineagles - wir kommen wieder!

Siegerliste

 

 

 

 

Aktuellste Parcoursbegehungen

Villingen 20.04., 15.04.

Letzte Turniere

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"Petition zum Erhalt des Parcours Lellwangen"


Der Parcours Schenkenzell ...

... ist wegen Forstarbeiten, insb. im mittleren Drittel (Scheiben 13 - 17), in keinem guten Zustand. Wer den Parcours nicht kennt, hat evtl. Probleme, den Weg zu finden. Zudem ist viel "Sturmbruch" im Wald - abgeknickte Baumkronen bilden Gefahrenstellen. Da ich in bislang noch keine Zeit für fällige "Reparatur-arbeiten" gefunden habe, empfehle ich aktuell keinen Besuch.

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